Next: Der Algorithmus für affine
Up: Gaps
Previous: Problemdefinition
- Eine beispielhafte Anwendung ist cDNA Matching.
In Eukaryoten bestehen proteinkodierende Gene
aus einer abwechselnden Kette von funktionellen Stücken (exons) und
Stücken, die nicht das Protein kodieren (introns). Die bei der Proteinsynthese
verwendete mRNA besteht nur aus den exons, d.h. den kodierenden Stücken.
Möchte man nun in dem Gen selbst durch ein Alignment die exons finden, so
geht man in der Regel so vor, daß man von der mRNA einen komplementären
Strang von DNA (=cDNA) herstellt und diesen mit der DNA des Gens aligniert.
Man möchte natürlich, daß die herausgefallenen exons dabei nicht als Summe
von normalen Indels behandelt werden, sondern man möchte ein solch langes Gap
nicht so hart bestrafen.
-
Aber auch im allgemeinen geht man davon aus, daß nicht nur
Punkt-Mutation auftreten, sondern unter Umständen ganze Stücke einer Sequenz
entfernt, eingefügt oder ersetzt werden.
Knut Reinert
1998-03-09