Max-Planck-Institut für Informatik
Department D4 - Computer Graphics
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Rekonstruktion von Bewegungsabläufen aus niedrigdimensionalen Sensor- und Kontrolldaten
Die Erfassung, Repräsentation und Charakterisierung von komplexen Bewegungsabläufen spielt eine grundlegende Rolle in Gebieten wie der Medizin, den Sportwissenschaften und der Computergraphik. Bislang verfügbare Sensorik zur Bewegungserfassung (insbesondere optische Systeme) verursachen hohe Anschaffungs- und Betriebskosten und erfordern einen hohen zeitlichen Aufwand für die Messvorbereitungen, was den Einsatz solcher Techniken für Massenanwendungen ausschließt. Demgegenüber könnten neuartige Sensorsysteme (z. B. basierend auf Beschleunigungsund Drehsensoren) aufgrund ihrer Massenproduktion äußerst kostengünstige Alternativen zur Erfassung von Bewegungsdaten darstellen, die zudem eine relativ einfach Handhabung erlauben, insbesondere wenn nur wenige Sensoren gebraucht werden, die etwa in Schuhen, Gürtelschlaufen oder Armbändern angebracht werden. Allerdings sind die resultierenden Sensordaten oft verrauscht und fehlerbehaftet. Um solche Systeme für den Masseneinsatz in Bereichen wie Rehabilitation und Breitensport zugänglich zu machen, werden daher robuste Verfahren zur Rekonstruktion von Bewegungsabläufen aus niedrigdimensionalen und verrauschten Sensordaten benötigt. Ziel des REKOBA-Projekts in der ersten zweijährigen Projektphase ist die systematische Erforschung von Methoden und die Implementation eines Echtzeitsystems zur datengestützten Rekonstruktion von Bewegungsabläufen aus niedrigdimensionalen Sensordaten. Unter anderem sollen folgende grundlegende Fragestellungen systematisch angegangen werden: Welche und wie viele Sensordaten, die etwa Beschleunigungen und Orientierungsänderungen von Körperteilen messen, sind zur Rekonstruktion von Bewegungen nötig? Welche partiellen Daten sind für Charakterisierungen gewisser Bewegungsklassen notwendig? Wie genau können gewisse Bewegungsabläufe bei vorgegebener Sensorik rekonstruiert werden?
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Automatisierte Erschließung von Musikdokumenten unter Ausnutzung verschiedener Darstellungsformen
Ziel des beantragten Projekts ist die Entwicklung robuster und effizienter Verfahren zur automatisierten Erschließung komplexer inhomogener Musikdatenbestände, die neben Audiodaten (CD, MP3) auch textbasierte Daten (Metadaten, Liedtexte, Libretti), symbolische Partiturdaten (MusicXML, Capella, MIDI) oder Bilddaten (gescannte Partituren) enthalten. Standardansätze zur automatisiserten Musikdatenerschließung, die oft nur die Kenntnis eines einzelnen Dokuments eines bestimmten Datentyps voraussetzen, stoßen bei solchen Aufgaben schnell an ihre Grenzen. In diesem Forschungsvorhaben soll nun ein neuartiger Ansatz zur Datenerschließung verfolgt werden, bei dem das Vorliegen unterschiedlicher Darstellungsformen ein und desselben Musikstücks systematisch ausgenutzt werden soll. Hierzu sollen einerseits generische Methoden zur automatisierten Verlinkung und Synchronisation semantisch in Beziehung stehender Musikdaten unterschiedlicher Formate entwickelt werden. Die berechneten Verlinkungs- und Synchronisationsstrukturen sollen dann verwendet werden, um konkrete Aufgaben des Music Information Retrieval wie die automatisierte Annotation, Strukturanalyse oder Transkription von Musikstücken zu unterstützen oder gar erst zu ermöglichen. Zur Evaluation und Demonstration der Praxisrelevanz der zu entwickelnden Methoden werden diese in ein in Entwicklung befindliches Software-System (SyncPlayer) integriert, das es dem Benutzer erlaubt, Musik in unterschiedlichen Erscheinungsformen zu durchsuchen, zu analysieren oder einfach nur zu genießen.
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Datengestüutzte Stabilisierung markerfreier videobasierter Motion-Capture-Systeme
Ziel des beantragten Projekts ist die Entwicklung von robusten und effizienten Verfahren, die ein markerfreies Tracking komplexer menschlicher Bewegungen in Videodaten erlauben. Hierbei soll das Tracking durch Einbeziehen von Vorwissen über geeignete Bewegungsaspekte und unter Ausnutzung zeitlicher Kohärenz durch Abgleich mit zuvor gelernten Bewegungsmustern unterstützt und stabilisiert werden. Schwerpunkte des SMART-Projekts sind die Erforschung kompakter und exibler Repräsentationsformen von Bewegungen, die Generierung von Vorwissen aus 3D-Bewegungsdaten mittels statistischer Lernverfahren, die Integration von A-priori-Wissen beim Bewegungstracking, sowie die Entwicklung effizienter Retrieval- und Klassifikationstechniken füur multimodale Bewegungsdaten. Weiterhin sollen zur Anreicherung des Vorwissens Rückkopplungsmechanismen zwischen den getrackten Bewegungssequenzen und der Wissensdatenbank erforscht werden. Auf diese Weise soll in einer Top-Down Strategie das Einbringen von Bewegungsdynamik zur Bildanalyse verwendet und umgekehrt in einem Bottom-Up Prozess das A-priori-Wissen der Datenbanken verschärft werden.
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