Forschungstage Informatik – alljährlicher Treffpunkt für junge Talente der Informatik

Die Saarbrücker Forschungstage fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs mit Vorträgen, Workshops und Einblicken in die aktuelle Informatikforschung

Vom 24. bis 26. Juni 2026 war Saarbrücken wieder ein Zentrum für junge Informatikbegeisterte aus ganz Deutschland. Bereits seit 2008 bietet der Saarland Informatics Campus als Gastgeber mit den Saarbrücker Forschungstagen ausgewählten Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, tiefer in die Welt der Informatik einzutauchen. Die Veranstaltung richtet sich an 14- bis 20-Jährige, die sich durch besondere Leistungen im Fach hervorgetan haben und einen Einstieg in die wissenschaftliche Informatik suchen. Ziel der Forschungstage ist es, junge Talente für ein Informatikstudium zu begeistern, ihnen frühzeitig Kontakte zur Forschung zu ermöglichen und sie auf ihrem Weg in die Wissenschaft zu unterstützen.

In diesem Jahr nahmen 42 junge Deutsche teil, darunter 6 junge Frauen, sowie noch zwei Schüler einer deutschen Schule aus Rumänien. Eingeladen waren  wie immer die besten Teilnehmer der zweiten Runde des 44. Bundeswettbewerbs Informatik sowie ausgezeichnete Informatik-Abiturienten, die in Informatik/Mathematik besonders überzeugt haben.

Dem ersten Zusammentreffen am Nachmittag des 24. Juni folgte als eigentlicher Auftakt ein Vorabend zur Einstimmung mit Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen. Darauf folgten zwei Tage mit spannenden Vorträgen, Vorlesungen und Workshops jeweils von morgens bis zum späten Nachmittag. Am Donnerstag rundete eine Abendveranstaltung „Ethik für Nerds“ die Forschungstage thematisch ab. Die Schüler konnten sich aus 6 Themengebieten ihr Programm zusammenstellen; jeder Teilnehmer besuchte dabei drei verschiedene Workshops in Kleingruppen. Die Themen waren breit gefächert: von theoretischer Informatik über Satellitenkommunikation bis hin zu Bioinformatik, Spieleprogrammierung oder Quantum-Computing. Hochaktuelle Relevanz versprach auch eine Offerte zu großen Sprachmodellen der künstlichen Intelligenz.

Die Dozentinnen und Dozenten der Workshops kamen dieses Jahr von dem Fachbereich Informatik der Universität des Saarlandes, dem Max-Planck-Institut für Informatik, dem Max-Planck-Institut für Softwaresysteme, dem Zentrum für Bioinformatik sowie dem CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit.

Die Teilnehmer besuchten außerdem ein hochkarätiges Vortragsprogramm mit Beiträgen der Professoren Thorsten Herfet (Uni Saarland) und Joël Ouaknine (MPI für Softwaresysteme), die Einblicke in ihre aktuellen Forschungsarbeiten gaben.

Die Saarbrücker Forschungstage werden in enger Zusammenarbeit mit den Bundesweiten Informatikwettbewerben ausgerichtet und verfolgen das gemeinsame Ziel, informatikbegeisterte Jugendliche für das Fach zu gewinnen. Der Bundeswettbewerb Informatik findet seit 1980 jährlich statt und steht unter Trägerschaft der Gesellschaft für Informatik e.V., dem Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und dem Max-Planck-Institut für Informatik. Förderung erfährt der Wettbewerb durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Weitere Informationen:
Webseite der bundesweiten Informatikwettbewerbe: https://bwinf.de/

Redaktion:
Bertram Somieski
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