Gereon Fox zum PhD promoviert

Am 26. August verteidigte Gereon Fox erfolgreich seine Doktorarbeit unter dem Titel "Learning and exploiting temporal dependencies in the synthesis and analysis of video signals". Gereon Fox startete im April 2019 als Doktorand am MPI für Informatik. Seine Arbeit wurde von Prof. Dr. Christian Theobalt, wissenschaftlicher Direktor der Abteilung "Visual Computing and Artificial Intelligence", betreut. Der Doktorgrad wird von der Universität des Saarlandes verliehen.

Zusammenfassung der Arbeit:

Erfassung, Reproduktion, Analyse und Modifikation visueller Informationen sind wichtig für alle Bereiche menschlichen Lebens – insbesondere seit der Verfügbarkeit leistungsfähiger Rechner. Vor allem die Zeit-Dimension ist informatisch herausfordernd, aber auch lohnenswert für viele Anwendungen. Die vorliegende Arbeit untersucht diese Dimension in drei verschiedenen Kontexten:

Für die Erkennung semantisch relevanter Manipulationen wird gezeigt, dass Manipulationen, die menschliche Betrachter zuverlässig täuschen, auch die bisherigen maschinellen Erkenner in die Irre führen. Neue Erkenner werden eingeführt, denen die Modellierung zeitlicher Abhängigkeiten zu erhöhter Robustheit gegenüber ungesehenen Manipulationen verhilft. Bei der Synthese neuer Videosignale haben vorherige Arbeiten räumliche und zeitliche Zusammenhänge ineinander verwoben modelliert. Die
vorliegende Arbeit trennt diese Dimensionen und reduziert so Speicherbedarf, Rechenzeit und Bedarf an Trainingsdaten. Für die Rekonstruktion von Videosignalen aus Event-Daten sind Trainingsdaten nur schwer zu beschaffen. Die Arbeit rekonstruiert Videosignale aus Event-Daten besser als vorherige Methoden, ohne Trainingsdaten zu benötigen.

Für alle drei Aufgaben beleuchtet die Arbeit den Bedarf an Trainings-Datensätzen verschiedener Größen, sowie den daraus resultierenden Einfluss auf Ausgabequalität und Ressourcenverbrauch.