Raus ins Grüne: MPI für Informatik bei „Heimspiel Wissenschaft“ vertreten

Dort, wo Wissenschaft sonst eher selten präsent ist, über Forschung ins Gespräch kommen – das ist die Idee der Veranstaltungsreihe „Heimspiel Wissenschaft“. Dafür kehren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihre ländlichen Heimatorte zurück und stellen dort ihre Arbeit vor. Bei der ersten Max-Planck-Edition der „Heimspiele“ war auch das Max-Planck-Institut für Informatik beteiligt.

Olaf Dünkel, Doktorand in der Abteilung „Visual Computing and Artificial Intelligence“ von Direktor Professor Christian Theobalt, besuchte am 11. Januar 2026 in seinen Heimatort Boxberg-Schwabhausen in Baden-Württemberg und hielt einen Vortrag über generative Künstliche Intelligenz mit dem Titel „ChatGPT & Co: Generative KI für Bild und Sprache“. Trotz winterlichem Wetter fand das Thema großen Anklang, 86 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zu der Veranstaltung ins Dorfgemeinschaftshaus des rund 600-Seelen-Dorf

Für Olaf Dünkel war sein Heimspiel eine durchweg positive Erfahrung: „Ich hatte den Anspruch, über generative KI aufzuklären und verbreiteten Missverständnissen, sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht, entgegenzuwirken. Es war schon herausfordernd, meine Arbeit für ein Laienpublikum aufzubereiten. Aber es hat gut funktioniert, das Interesse der Zuhörerschaft war sehr groß, und im Anschluss an den Vortrag gab es viele spannende Rückfragen und Diskussionen.“ Dass im gut durchmischten Publikum von der früheren Kindergartenerzieherin über ehemalige Lehrer bis hin zu Familie und Freundinnen und Freunden aus Kindheitstagen viele bekannte Gesichter saßen, machte den Abend auch für ihn zu etwas Besonderem.

Die Max-Planck-Edition von „Heimspiel Wissenschaft“ entsteht in Kooperation zwischen der Max-Planck-Gesellschaft und der Wissenschaftskommunikationsagentur Congressa. Ziel der Reihe ist es, Forschende in ihre ländlichen Heimatorte zu bringen, damit sie dort ihre Forschung und ihren Beruf vorstellen. Sie berichten, woran sie arbeiten, wie und warum sie forschen, und was das mit unserem Alltag zu tun hat. So soll Wissenschaft in der Kneipe um die Ecke, im Gemeindehaus, im Sportvereinsheim oder auf dem Dorfplatz unmittelbar erlebbar werden.

Derzeit untersucht Olaf Dünkel, wie generative Modelle die Zuverlässigkeit von Computer-Vision-Systemen erhöhen können. Etwa, indem man deren gelerntes Wissen nutzt oder zur kontrollierten Datengenerierung für Training und Evaluation von anderen KI-Modellen. Außerdem arbeitet er an Verfahren, die semantische Konzepte und Korrespondenzen besser abbilden können. Allgemeiner interessiert er sich für grundlegende Fragen dazu, wie intelligente Systeme verlässlich ihre Umgebung wahrnehmen und antizipieren können. Zuvor hat er an sicherem maschinellem Lernen, autonomen Fahren und robotischen Systemen gearbeitet.

Weitere Informationen:
https://heimspiel-wissenschaft.de/

https://people.mpi-inf.mpg.de/~oduenkel/

Redaktion:
Philipp Zapf-Schramm
Max-Planck-Institut für Informatik
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